Zimt & Zucker Kaffeehäuser und Corona

 

Liebe Gäste, allem voran vielen Dank für Ihre jahrelange Treue!

 

Corona hat uns wieder hart getroffen. Wir möchten Ihnen gerne schildern, wie es um uns steht und wer wir genau sind.

Die erste Welle im Frühling dieses Jahres hat uns in bis dahin unbekannte wirtschaftliche und emotionale Schwierigkeiten gebracht.

Eine Kreditnahme von 130.000 Euro wurde zur Sicherung der Existenz aller 37 Mitarbeiterinnen aufgenommen, die auch in Kurzarbeit gehen mussten.

 

Wer sind wir:

 

Christiane Wotzka und Sandra Zink sind als Inhaberinnen für 35 Angestellte (in Vollzeit und Teilzeit) wirtschaftlich und sozial verantwortlich.

 

Christiane Wotzka: „Die Aufnahme eines unverschuldet notwendigen Kredites macht mir schwer zu schaffen, vor allem in meinem Alter. Rücklagen konnten wir nicht bilden. Es hat gerade immer so gereicht, dass unsere Mitarbeiterinnen, Rechnungen und Mieten bezahlt werden konnten und wir selbst so über die Runden kommen.“

 

Sandra Zink, gerade Mama geworden, blickt positiv in die Zukunft und ist davon überzeugt, dass wir gemeinsam auch diesen Monat überstehen und überwinden werden.

 

Wer hat alles NICHTS für uns getan?

 

Die Politik hat bislang wenig, eher nichts für uns Mittelständler (11-49 Mitarbeitende) getan. Kein Rettungsschirm, kein Interesse, unbeantwortete Mails an hochbezahlte Senatoren und Abgeordnete wie zum Beispiel Frau Pop.

Wir hoffen, dass die Unterstützungsversprechen für den November gehalten und vor allem schnell ausgezahlt werden, denn unsere Angestellten müssen ihr Gehalt bekommen!

 

Wir Inhaberinnen werden glücklicherweise von unseren Familien unterstützt!

 

Unser Vermieter hat uns „großzügigerweise“ einen Mietaufschub geboten, was uns leider gar nichts nützt, da wir schon Probleme haben, unseren riesigen Kredit abzubezahlen.

 

Was wir nun tun?

 

Wir versuchen unseren Optimismus zu behalten, damit eine Berliner Kaffeehaus-Institution wie das Zimt und Zucker nicht untergeht.

Wirtschaftlich haben wir keinen Handlungsspielraum. Andere können während der Schließzeit zumindest einen Außer-Haus-Verkauf betreiben – das klappt bei uns leider nicht, weil unsere, im normalen Betrieb, sehr guten Lagen in Corona Zeiten gar nicht frequentiert sind. Wir haben es bereits im Frühling 2020 ausprobiert.

 

Falls Sie sich fragen, was Sie für uns tun können …?

 

Bleiben Sie gesund und kommen Sie uns als Gäste schnellstmöglich wieder besuchen, wenn wir wieder öffnen dürfen!